Samsongruppe

tl_files/bilder/samsongruppe-kl.jpgEnde der 1920er-Jahre kam die damalige Samsonfigur der Gemeinde Unternberg nach St. Margarethen und wurde im Moarhaus gelagert. Sie ist vereinzelt in St. Margarethen aufgetreten und danach verschollen.

Seit den 1970er-Jahren gab es Ideen, den Samsonbrauch wieder zum Leben zu erwecken. Konkretisiert wurden diese Aktivitäten erst in der offiziellen Samsonversammlung am 1. Dezember 2000. Unter dem Motto „Groaß muaß a nit sei, oba schea!“ wurde der Bau der Samsonfigur nach einer Zeichnung von Reinfried Schröcker in Angriff genommen. Nachdem einige Teile noch bedeutend leichter gemacht wurden, konnte sie termingerecht am Vorabend des Prangtages am 14. Juli 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der erste Umzug fand am Nachmittag des folgenden Prangtags statt. Sie wurde im Winter 2006/07 nochmals umgebaut und durch den Einbau eines Gestells aus Leichtmetall im Gewicht erheblich reduziert.

Der Samson

Beim Samson handelt es sich um eine alttestamentarische Figur mit übermenschlichen, in seinen langen Haaren liegenden Kräften. Er stellt symbolisch den Kampf der Juden gegen die Philister dar. Samsons Geliebte, die Philisterin Delilah, verriet ihn. Seines Haares beraubt, war auch seine Riesenkraft dahin.

In den katholischen Ländern Europas war es seit dem späten Mittelalter Sitte, in den Prozessionenen, die sich um das Fronleichnamsfest bildeten, zur Verherrlichung dieser Umzüge Gestalten wie z.B. Helden aus der biblischen Geschichte mitzutragen. Unter diesen Gestalten befand sich auch der Samson.  Mit einem Eselunterkieferknochen hat er bei Lehi tausend Philister erschlagen; aus diesem Grund trägt jeder Lungauer Samson einen solchen Kieferknochen bei sich.